In meinem Tagebuch steht ein Eintrag vor genau einem Jahr. Ich lese ihn und erschrecke, wie Düster und Verzweifelt ich da die Welte gesehen habe. Ich war krank und alleine, kein Wunder.
Heute ist es komplett anders. Eine hoffnungsfrohe neue Beziehung, neue Pläne und, na ja leidlich gesund. Kein Wunder bin ich voller Hoffnung. Aber sind es tatsächlich diese äußeren Umstände? Habe ich noch vor wenigen Wochen geglaubt, dass dies Möglich ist? Hatte ich irgendeinen Einfluss darauf, das es geschah? Dass es bleibt? Ich ahne, dass das Leben mit mir macht, was es will. Was kann ich da wirklich tun?
Ich erinnere mich an den Moment, an dem mein Leben sich komplett veränderte. Ein solcher oment kam schon öfter. Was war diesmal anders? War es einfach „die richtige Frau“? Oder war es „einfach der richtige Moment“, der „perfekte Moment“? Den ich endlich richtig erkannt habe?
Ich finde nur einen einzigen Unterschied. Nichts ist perfekt, nichts ist angstfrei, nichts ist problemlos. Ich habe nur endlich JA gesagt zu der Situation wie sie ist. Trotz Bedenken, trotz Ängsten, trotz Zweifeln.
Das Leben spiel wie es will und es baut immer wieder Chancen. Und immer wieder kann ich „Ja“ oder „ich weis nicht“ sagen. Ich glaube, das ist der Unterschied.