Motivation – warum tue ich das eigentlich?

Täglich meditieren, der eine oder andere Retreat, vegetarisch essen, auf Drogen verzichten… Durchaus übliche Formen einer spirituellen Praxis. Aber warum tue ich das? Was ist ganz ehrlich meine Motivation dafür an einem wunderschönen Wochenende nicht spazieren zu gehen, sondern still zu sitzen in gelassenem Gewahrsein? Schnell wird aus einer Praxis ein leeres Ritual, und wenn es dann einschläft, ist es wohl auch gut so. Denn es stimmte schon vorher etwas nicht. Die Frage nach der Motivation sollte immer wieder gestellt werden, eigentlich sogar jeden Tag, vor jeder Meditation…

Warum tue ich das? Ein paar Fragen die ich mir stellen kann:

  • Will ich einfach nur zur Ruhe kommen oder strebe ich die „Erleuchtung“ an?
  • Und was erwarte ich von der „Erleuchtung“? Bin ich dann besser als Andere? Ist es dann nicht eigentlich nur mein Ego was da spricht?
  • Will ich mein Leben wacher, achtsamer gestalten? Und wo will ich das nicht und lenke mich dann doch gerne ab?
  • Nehme ich wirklich an was ist oder dient mir Meditation als Ablenkung (zum Beispiel wenn ich statt einen Konflikt auszuhalten lieber meditieren gehe)?
  • Mache ich besonders viel oder streng meine Praxis weil ich „besser“ sein will? Und warum benötige ich dieses Gefühl?

Es gäbe noch viel mehr Fragen, und viele Antworten. Versteht mich dabei richtig. Jemand, der meditiert einfach nur um zur Ruhe zu kommen, Prima! Wichtig ist, dass sich Jede/r klar ist, warum Er oder Sie sich für eine spirituelle Praxis entschieden hat. Sonst wird es zu einer leeren Hülle ohne Bedeutung.

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