Loslassen…

Ein Gedankenexperiment:

Stell Dir vor, Du hast einen dieser schönen, filigranen Samen aus der Luft gefangen, wie sie im Sommer und Herbst oft umher fliegen, wie kleine Fallschirme oder als zartes, verästeltes und leichtes Büschel. Weich, wunderschön anzusehen.

Du hast diesen Samen auf deine Hand genommen und nun hältst Du ihn vorsichtig mit denen Fingern umschlungen, so dass er nicht weg fliegen kann.

Schau ihn dir genau an. Intensiv. Kannst Du sehen wie schön er ist, wie wundervoll, wie einzigartig. Kannst Du spüren wie schön es ist diesen Samen anzuschauen? Ganz in der Betrachtung vertieft zu sein? Kannst Du fühlen wie viel Glück davon ausgeht?

Genieße es!

Und nun stell Dir vor, was passieren würde, wenn der Same weg fliegt. Weiterlesen

Ein neues Jahr – jeden Tag ein neuer Anfang

Eine sehr schöne buddhistische Tradition ist die Ausrichtung und Motivation an jedem Morgen oder zu Beginn eines jeden neuen Abschnitts oder einer neuen Tätigkeit. Sie ist Teil einer Dreierfolge, des „Gutem am Anfang, des Gutem in der Mitte und des Gutem am Ende“. Mit Gutem ist dabei im groben das gemeint, was ich an heilsamen Energien in der Welt verwirklichen will.

Das Gute am Anfang, die Ausrichtung und Motivation wird „Zuflucht“ genannt. Diese jeden Morgen zu bedenken, vor einer neuen Arbeit oder eben am Anfang des Jahres hilft mir, meiner Motivation im klaren zu bleiben. Das Gute in der Mitte ist die tägliche Umsetzung, Praxis und das Gute am Ende die Wertschätzung der eigenen Praxis und der Umstände, die sie mir ermöglichen

Für dieses Jahr, für diesen Tag möchte ich euch dazu ein Gedicht eines tibetischen Lamas über die Zufluchtnahme hier zitieren. Weiterlesen